Ehrenamtswochenende in Schilbach vom 21.-22.10.2017

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Hospizhelfertreffen am 06.10.2017

"Die Kunst des Tröstens" - erster gemeinsamer Gruppenabend im Hospiz "Villa Falgard"

„Nur wer getröstet wurde, kann wieder trösten. Nur wer durch Leid ging, versteht den Leidenden.“

                                                                                                          Else Müller-Reinwald

 

„Die Kunst des Tröstens“ – so lautete die Schulung unseres ersten großen Gruppenabends nach der Sommerpause im Hospiz Falkenstein. Viele Ehrenamtliche waren gekommen, alle Plätze waren besetzt. Zu Beginn wurden die „Neuen“ des letzten Kurses herzlich begrüßt in unserer Mitte. Frau Jung brachte uns noch einige organisatorische Dinge zum Ablauf des Ehrenamtsfachtages in Radebeul und zum Ehrenamtswochenende in Schilbach mit auf den Weg und schon ging es los!

Referentin war Frau Angelika Scholte-Reh. Sie ist Pfarrerin und Supervisorin mit kräftiger Stimme, so dass jeder, auch in der letzten Ecke, alles gut hören und verstehen konnte. Sie begann damit, dass wir uns erst einmal selbst umarmen und uns sagen, wie schön es ist, gemeinsam mit uns den Tag zu verbringen. Denn jeder von uns ist tagtäglich auf sich selbst angewiesen. Daher sollte jeder gut mit sich umgehen und auf sich achten! Das tat allen sichtlich gut. Mit dem Aufschreiben eines persönlichen Trosterlebnisses und die Auswertung miteinander, stiegen wir direkt ins Thema ein. Jeder hatte seine individuellen Erfahrungen mit eingebracht und fand sich in den Trosterfahrungen, die Frau Schulte-Reh vorstellte, wieder. Leid kann uns im Laufe des Lebens in Vielfältiger Weise begegnen, sei es durch den Verlust eines geliebten Menschen, Verlust von Gesundheit oder auch durch Naturkatastrophen verursachtes Leid. Aber auch Perspektivlosigkeit, Ablehnung und Ungerechtigkeit können uns verletzen. Jeder Mensch leidet anders, Leid ist ganz individuell. Es darf nicht in Frage gestellt oder negiert werden. Frau Scholte-Reh sagte: „Nichts ist falsch, es gibt keine falschen Gefühle in der Trauer.“ Der Leidende/ Trauernde muss ernst genommen und dort abgeholt werden, wo er gerade ist. Zur Verarbeitung von Leid und Trauer ist der erste Schritt Einfühlungsvermögen, für den anderen da sein, zuhören, ihm seine Gefühle wieder spiegeln. Zu dem Leidenden/ Trauernden hingehen, Dinge tun, nicht sagen, „komm, wenn du mich brauchst“, sondern hingehen! Zuspruch und Mut-/ Sinngebung sind wichtig, jedoch darf man keine falschen Hoffnungen machen, nichts schön reden, denn alles ist vergänglich. In der Trauer geben Rituale tröstende Kraft. Als Tröster soll man seine Gefühle offen mitteilen, blumig, mit Bildern aussprechen. So entstehen beim Gegenüber tröstende eigene Sprachbilder.  

Mit einem Trost-Segen beendete Frau Scholte-Reh ihren Vortrag.

Nach einer kleinen Pause, in der der gemeinsame Austausch nicht zu kurz kam, konnten alle an einem Rundgang durchs Hospiz teilnehmen.

Alles in Allem ein gelungener, informativer, schöner Abend!

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8. Sächs. Hospiz- und Palliativtag

Am 17.06.2017 machten sich elf Mitglieder unseres Vereins auf den Weg ins Deutsche Hygienemuseum nach Dresden zum 8. Sächs. Hospiz- und Palliativtag. Es war gleichzeitig der 20. Jahrestag des Landesverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V.. Der Tag stand unter dem Motto „Lebensbeziehungen – Was im Sterben trägt?“. Die Fest- und Begrüßungsreden wurden von Fr. Dr. med. Sylvia Schneider–Schönherr (Vorstands-vorsitzende des Landesverbandes) und Fr. Dr. Barbara Schubert (Chefärztin f. Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin am St. Joseph Stift Dresden) gehalten. Grußworte überbrachten unsere Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Fr. Barbara Klepsch, und der Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e.V., Hr. Prof. Dr. Winfried Hardinghaus.

Hinter dem festlichen Blumenschmuck auf der Bühne stand eine schöne Idee: jede/r TeilnehmerIn sollte sich am Schluss der Veranstaltung eine Rose mitnehmen und diese an jene Menschen weitergeben, die an diesem Samstag auf die Gesellschaft der TeilnehmerInnen  verzichten mussten.

Nach all den Reden ging es in die Mittagspause. Neben der leiblichen Stärkung fand ein reger Austausch der Teilnehmenden statt. Man konnte auch die Stände der mitwirkenden Firmen aufsuchen und sich Tipp´s und Trick´s oder auch neue Anregungen holen. Außerdem fand eine sehr beeindruckende Ausstellung über Trauertattoo´s statt. Neben den Bildern standen die dahinter stehenden Geschichten mit auf den Plakaten. Das stimmte nachdenklich! Dies ist auch ein Weg mit dem Verlust, mit der Trauer umzugehen. In dem Raum war es still, die Zeit schien angehalten zu sein. Jeder Betrachter hing seinen Gedanken nach….

Im Nu war die Mittagspause vorbei und es gab drei Themenbereiche der Vorträge: „Was im Sterben trägt?“, „Was in der Trauer trägt?“ und „Was im Glauben trägt?“ Wohin? Die Entscheidung fiel nicht leicht, alle Themen waren interessant! Also teilten wir uns auf, um von Allem etwas mitnehmen zu können.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es noch ein kleines Theaterstück vom Club der begleitenden Bürger. Das Stück hieß: „Endlich…“ und wurde von Laien gespielt, die beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Sterben zu tun haben oder hatten. In dem Stück geht es darum, dass alles irgendwann einmal vorbei ist. Was wird wichtig in dieser letzten Lebensphase eines Menschen, nicht nur für ihn, auch für sein Umfeld? Doch trotz alldem geht das LEBEN weiter, hier und jetzt und ohne schlechtes Gewissen! Durch singen und tanzen gaben die Darsteller teilweise sehr persönliche Einblicke preis.

Dieses Theaterstück war ein würdiger Abschluss für diesen Fest- und Veranstaltungstag!

Erschöpft und mit vielen Informationen und neuen Ideen begaben wir uns wieder auf den Heimweg….

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Sommerfest 2017

Auch dieses Jahr fand unser Sommerfest wieder am 07.06. im Gärtnerhaus unterhalb der Burg Mylau statt. Es waren wieder Bänke und Tische hinter dem Haus aufgestellt, richtig urig!. Das Wetter meinte es an diesem Abend doch noch gut mit uns. Es war zwar etwas kühl, doch die Sonne ließ sich blicken, es regnete und stürmte nicht. Viele Mitglieder kamen mit ihren Angehörigen. Begonnen wurde mit dem „Lätzchen-Lied“. Jeder erhielt ein Lätzchen mit Text um den Hals. So konnten alle mitsingen zur bekannten Melodie „Das Wandern ist des Müllers Lust“. Das heiterte alle gleich auf und die Stimmung war locker und fröhlich.

Für unser leibliches Wohl wurde gegrillt, dazu gab es verschiedene leckere sommerlich-leichte Salate, die hervorragend zum Gegrillten passten. Einfach nur lecker!

Nachdem sich alle gestärkt hatten, folgte ein reger Austausch. Alle haben den schönen Sommerabend genossen!

Ein gelungener Abend, Danke!

"Schuld und Vergebung in der Begleitung" - Gruppenabend am 04.04.2017 in Reichenbach

Am 04.04.2017 fand in Reichenbach ein gemeinsamer Gruppenabend zum Thema „ Schuld und Vergebung in der Begleitung“ statt. Für die Weiterbildung konnte Frau Waldmann von der TelefonSeelsorge gewonnen werden. Frau Waldmann ist schon seit 20 Jahren geduldige Zuhörerin am Telefon und verfügt somit über einen großen Erfahrungsschatz. Wichtig bei der telefonischen Beratung ist Geduld und Zuhören, sich auf den Anderen einlassen. Das ist in etwa mit unseren Begleitungen vergleichbar. Frau Waldmann konnte uns viel über die Gesprächsführung, auch in schwierigen Situationen nahe bringen. Es wurde viel diskutiert und Beispiele aus unserer ehrenamtlichen Tätigkeit angesprochen.

Für alle ein interessanter Abend!

Vernissage am 10.02.2017

Am 10.02.2017 fand eine Vernissage der Treuener Künstlerin Simone Dette zum Thema „Meeresimpressionen“ in unserem Auerbacher Büro statt. Viele Mitglieder unseres Vereins nahmen den Termin wahr und waren begeistert.

Frau Dette ist gern am Meer, dort kann sie ihren Gedanken freien Lauf lassen. Das Meer gibt ihr Halt in schwierigen Situationen. Der Treuener Christoph Krumbiegel las dazu aus Frau Dettes Lieblingsbuch „Immer, wenn ich ans Meer fahre“ und auch eigene Texte, die das Gefühl von Freiheit und Geborgenheit vermittelten. Die Texte unterstrichen wirkungsvoll die Kraft der Bilder.

Nachdenklich und mit neuer Kraft ging´s für alle ins Wochenende!

Die Ausstellung soll im Trauercafé unseren Trauenden Mut machen und zeigen, dass das Leben mehr ist……

Die Ausstellung ist noch bis Ende Juli zu sehen. Die Bilder können auch käuflich erworben werden.

siehe auch Freie Presse vom 13.02.2017

Mettenschicht in der Grube Tannenberg

Am 07.12.16 fand eine etwas andere Weihnachtsfeier unseres Vereins statt. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus auf den Schneckenstein, um in der Grube Tannenberg an einer Mettenschicht teilzunehmen. Dort angekommen bekamen wir alle einen schönen gelben Helm auf den Kopf und eine kurze Belehrung über die Verhaltensregeln im Bergwerk. Dann ging´s auch schon los. Unser Grubenführer brachte uns auf humorvolle und amüsante Weise die geologischen Besonderheiten und die schwere Arbeitsweise unter Tage näher. Alte Maschinen, Werkzeuge und auch Fahrzeuge konnten wir besichtigen und machten uns nochmal deutlich, unter welch schwierigen Bedingungen hier gearbeitet wurde.

Nachdem wir viel Wissenswertes von unserem Grubenführer erfahren hatten, ging´s zur Mettenschicht. In einem weihnachtlich geschmückten Hohlraum mit einem kleinen Altar erhielten wir eine Predigt, in der nochmals auf die beschwerliche Arbeit der Bergleute hingewiesen wurde. Bei weihnachtlichen Weisen einer kleinen Bläsergruppe sangen wir fröhlich mit, bevor wir uns bei einem deftigen Abendessen und Glühwein stärkten.

Die Zeit verging wie im Flug und so traten wir zufrieden und gut auf die Weihnachtszeit eingestimmt unsere Heimreise im Bus wieder an. 

Biografiearbeit zum Thema "Zeitgeschichte und Vergangenheitsbewältigung" mit Dipl.-Psych. Andrea Rink

Am 18.10.2016 stand unser großer, gemeinsamer Gruppenabend unter dem Thema „Zeitgeschichte und Vergangenheitsbewältigung“. Referentin war die Dipl. – Psychologin Andrea Rink. Dieses Thema ist Teil der Biografiearbeit, die auch wir Hospizhelfer in den Begleitungen anwenden. Biografiearbeit ist wichtig, um die Reaktionen des Betreuten zu verstehen und besser auf ihn eingehen zu können.

Hier ging es um Trauma´ s und deren Verarbeitung bzw. Nichtverarbeitung. Frau Rink erklärte uns, was ein Trauma ist, welche körperlichen Auswirkungen auftreten können. Ganz spannend fand ich die generationsübergreifende/ transgenerationale Weitergabe von Traumata. Hier werden unverarbeitete Traumata unbewusst an nachfolgende Generationen weitergegeben. Enkel und Urenkel müssen die Traumata ihrer Groß- und Urgroßeltern verarbeiten. Oft sind das schreckliche Kriegserlebnisse, über die die Betroffenen nicht sprechen konnten und wollten. Viele offenbaren sich erst im hohen Alter, manche leider gar nicht. Auch angepasste Verhaltensweisen, die in Kriegszeiten gefordert oder auch erforderlich waren, wirken sich auf die nachfolgenden Generationen aus. Meist durch nonverbale Kommunikation. Wichtig ist, dass wir heute nicht verurteilen oder werten. Wir müssen die Lebensgeschichte unserer Vorfahren achten und würdigen und darüber sprechen!

Heike Rienäcker

Einladung zur "Villa Falgard" am 29.09.2016

Am 29.09.2016 lud uns Robert Herold zu leckerer Kürbissuppe und zur Besichtigung des im Bau befindlichen Hospizes in die "Villa Falgard" ein. Viele Mitglieder des Vereins und Teilnehmer des aktuellen Kurses zum Hospizhelfer folgten seiner Einladung. Bei herrlichstem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen ließen wir uns die selbstgekochte Suppe schmecken. So gestärkt konnten wir die persönliche Führung durch das Haus beginnen. Herr Herold zeigte und erklärte uns mit viel Begeisterung, was sich schon alles im Haus getan hat, welche Nutzung der einzelnen Räume vorgesehen ist und was Handwerk alles kann. Mit viel Liebe zum Detail geht es im Haus vorwärts. Wir konnten uns vom Baufortschritt überzeugen, innen wie außen. Der Anbau, das spätere Hospiz, war schon zwei Stockwerke hochgezogen. 

Ein gelungener Nachmittag! Danke!

14. Benefizkonzert

Anlässlich des 14. Benefizkonzerts am Buß- und Bettag spielte das Kammerorchester des Robert Schumann Konservatoriums Zwickau in der Reichenbacher Begegnungsstätte Nordhorner Platz.