Hospizverein Vogtland e.V.

 

                                                                                 SATZUNG

 

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

 

(1) Der Verein führt den Namen „Hospizverein Vogtland e.V.“. Er wird ins Vereinsregister

beim Amtsgericht Auerbach eingetragen.

(2) Er hat seinen Sitz in Reichenbach i.V.

(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2 Ziel und Zweck des Vereins

 

(1) Der Verein und seine Mitglieder wissen sich dem diakonischen Auftrag der Kirche

verpflichtet.

Er gründet seine Arbeit auf dem Boden der Gewissheit, dass jeder Mensch das Recht hat,

Annahme und Geborgenheit zu erfahren, und in Würde zu leben und zu sterben.

(2) Ziele und Zweck des Vereins sind:

- ein würdevolles Sterben am selbstbestimmten Ort zu ermöglichen, in einer Atmosphäre der

Wertschätzung, der persönlichen Achtung und Akzeptanz, der Wahrhaftigkeit und des

Vertrauens.

- Begleitung Schwerkranker und Sterbender in ihrer Trauer und ihrem Abschiednehmen,

unabhängig von Grad und Schwere der Erkrankung, von Lebensalter, Konfession,

Nationalität, Hautfarbe und sozialer Herkunft oder finanzieller Möglichkeit.

- Begleitung Angehöriger und Trauernder

- Beratung Schwerkranker und Sterbender, Angehöriger und Professioneller.

- Befähigung, Fortbildung und Begleitung von freiwilligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

- Förderung des Aufbaus und der Einrichtung von ambulanter Hospizarbeit und einem

stationären Hospiz für Reichenbach und Umgebung.

(3) Der Verein unterstützt den Hospizgedanken, der Sterben als einen Teil des Lebens

betrachtet, als einen Vorgang, der weder verkürzt werden darf, noch künstlich verlängert

werden soll. Diese lebensbejahende Grundhaltung schließt eine aktive Sterbehilfe aus.

(4) Der Verein ist mit den in Abs. 1 bis 3 festgelegten Aufgaben und Zielen im Sinne

evangelischer Diakonie Wesens- und Lebensäußerung der Kirche in Ausübung christlicher

Nächstenliebe.

Der Verein ist Mitglied des Diakonischen Werkes der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens e.V.

und damit dem Diakonischen Werk der Ev. Kirche in Deutschland als Spitzenverband der

freien Wohlfahrtspflege angeschlossen.

(4) Die vorstehenden Aufgaben können durch Beschluss der Mitgliederversammlung

erweitert oder beschränkt werden.

 

§ 3 Gemeinnützigkeit/Mildtätigkeit

 

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und

kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der

Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2) Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keinerlei Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind

oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

 

§ 4 Mitgliedschaft

 

(1) Mitglieder können natürliche oder juristische Personen werden, welche die Ziele des

Vereins unterstützen.

(2) Der Erwerb der Mitgliedschaft bedarf eines schriftlichen Aufnahmeantrags, der an den

Vorstand zu richten ist. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag. Bei Ablehnung

des Antrages ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.

(3) Die Mitglieder haben Beiträge zu leisten. Über die Höhe entscheidet die

Mitgliederversammlung.

(4) Die Mitgliedschaft endet durch den Tod, durch schriftlich erklärten Austritt oder durch

Ausschluss des Mitgliedes sowie durch Verlust der Rechtsfähigkeit bei juristischen

Personen. Ein Austritt tritt in Kraft mit dem Ende des Geschäftsjahres. Die Austrittserklärung

muss bis zum Ende des dritten Quartals des laufenden Jahres beim Vorstand eingegangen

sein.

(5) Der Ausschluss eines Mitgliedes ist zulässig, wenn

- das Mitglied trotz zweimaliger schriftlicher Aufforderung seinen Mitgliedsbeitrag nicht

entrichtet hat.

- das Mitglied in unbilliger Weise die Interessen des Vereins in erheblichem Maße geschädigt

hat.

Den Ausschluss beschließt der Vorstand; dem betroffenen Mitglied steht diesbezüglich

innerhalb eines Monats nach Zustellung des schriftlichen Ausschlussbeschlusses das Recht

auf Berufung bei der Mitgliederversammlung zu. Die Mitgliederversammlung entscheidet

abschließend darüber.

 

§ 5 Organe

 

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

 

§ 6 Mitgliederversammlung

 

(1) Der/die Vorsitzende/r des Vorstandes beruft die Mitgliederversammlung mindestens

einmal jährlich unter Vorlage einer Tagesordnung ein. Die Einladungsfrist beträgt mindestens

14 Tage.

Anträge der Mitglieder sind in die Tagesordnung aufzunehmen, wenn sie spätestens eine

Woche vor Beginn der Sitzung bei dem/der Vorsitzenden oder seinem/ihrem Stellvertreter/in

eingebracht worden sind.

Ein Drittel der Mitglieder kann mit Begründung die Einberufung einer außerordentlichen

Mitgliederversammlung verlangen. Die Einladung zur ordentlichen oder außerordentlichen

Mitgliederversammlung erfolgt durch Brief und gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn sie an

die letzte bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.

(2) Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder

beschlussfähig. Juristische Personen werden durch eine/n jeweils in die

Mitgliederversammlung entsandten und schriftlich Bevollmächtigte/n vertreten, die/der

Mitglied des leitenden Organs der bevollmächtigenden Körperschaft sein muss.

Die Beschlussfassung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden, soweit diese

Satzung oder das Gesetz zwingend keine anderen Mehrheiten vorschreibt.

Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Entsprechendes gilt für die Wahl

und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes.

Eine Zweidrittelmehrheit ist notwendig für:

- eine Änderung der Vereinssatzung.

- die Auflösung des Vereins nach § 10 dieser Satzung.

(3) Bei Satzungsänderungen, welche die diakonische Ausrichtung der Arbeit, die

Zugehörigkeit zum Diakonischen Werk, die Steuerbegünstigung oder den Vermögensanfall

betreffen, ist vor Beschlussfassung das Diakonische Werk gemäß dessen Satzung zu hören.

Sonstige Satzungsänderungen sind dem Diakonischen Werk anzuzeigen.

 

(4) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom

jeweiligen Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

Das Protokoll ist allen Mitgliedern des Vereins zuzusenden.

Ein Protokoll gilt als angenommen, wenn innerhalb von 14 Tagen kein Widerspruch eingeht.

 

§ 7 Aufgaben der Mitgliederversammlung

 

(1) Beratung von Grundsatzfragen der Vereinsarbeit

(2) Mitwirkung bei der Beschlussfassung über Aktivitäten zur Durchsetzung des

Vereinszwecks.

(3) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes.

(4) Entgegennahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung durch den Vorstand sowie

Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes.

(5) Festsetzen der Höhe und Fälligkeit des Mitgliedsbeitrages.

(6) Beschlussfassung über den Haushaltplan.

(7) Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins. Anträge

können der Vorstand oder jedes Mitglied des Vereins stellen. Der Antrag ist schriftlich bei

der/dem ersten Vorsitzenden einzubringen und in die Tagesordnung aufzunehmen.

 

§ 8 Vorstand

 

(1) Die Mitgliederversammlung wählt in geheimer Abstimmung aus den Reihen ihrer

Mitglieder sieben Personen in den Vorstand. Der gewählte Vorstand kann bis zu zwei

weitere Personen aus den Reihen der Mitglieder in den Vorstand berufen.

(2) Der so entstandene Vorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden, den stellv.

Vorsitzenden, den Schriftführer und den Schatzmeister.

(3) Die Mitglieder des Vorstandes sollen einer christlichen Kirche angehören und müssen in

ihrer Mehrheit Glieder der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens sein.

(4) Die Amtszeit des Vorstandes beträgt vier Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand

bleibt bis zum Amtsantritt des neu gewählten Vorstandes im Amt.

(5) Zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung sind zwei Vorstandsmitglieder

gemeinschaftlich berechtigt, unter denen sich einer der gemäß § 8, Abs 2 Gewählten

befinden muss.

(6) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch

diese Satzung der Mitgliederversammlung übertragen sind. Ihm obliegt die Geschäftsführung

des Vereins.

(7) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die von dem/der

Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von der/dem stellvertretenden Vorsitzenden,

schriftlich einberufen werden. Es soll eine Einberufungsfrist von zwei Wochen eingehalten

werden.

(8) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder,

darunter der/die Vorsitzende oder stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind. Bei der

Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei

Stimmengleichheit wird der Abstimmungsgegenstand auf eine weitere Sitzung vertagt.

Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.

(9) Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.

 

§ 9 Haftung

 

Die Haftung der Vorstands- und Vereinsmitglieder gegenüber dem Verein ist auf Vorsatz und

grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

 

§ 10 Satzungsänderung und Auflösung des Vereins

 

(1) Anträge auf Satzungsänderung oder Auflösung des Vereins können der Vorstand oder

jedes Mitglied des Vereins stellen. Der Antrag ist schriftlich bei der/dem ersten Vorsitzenden

einzubringen und in die Tagesordnung aufzunehmen.

(2) Der Beschluss über Satzungsänderung bedarf der Mehrheit von zwei Drittel der

anwesenden Mitglieder des Vereins.

(3) Der Beschluss über eine Auflösung des Vereins bedarf der Mehrheit von zwei Drittel der

anwesenden Mitglieder des Vereins. Die Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins

hat in einer eigens zu diesem Zweck einzuberufenden Mitgliederversammlung zu erfolgen.

(4) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das

Vereinsvermögen einer Hospizinitiative in unserer Region zu, die es unmittelbar und

ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

 

Reichenbach, am 03.05.2016.

 

 

gez.:                                                                           gez.:

Dr. med. D. Heckel                                                   St. Wündsch

Vorsitzender                                                              Schriftführerin